Retail – stationär oder digital?

Stationär oder digital? Diese Frage müssen sich nicht nur Retailer stellen, sondern viele weitere Branchen auch. Die Transformationsfalle verlangt von den Unternehmen eine klare Bereinigung des Distributions- und Produktportfolios. Dies kann entweder radikal und gezwungenermassen passieren: Zusammenstreichen, sich auf die absoluten Kernkompetenzen fokussieren, die benötigten Ressourcen freischaufeln und den digitalen Kanälen zur Verfügung stellen – wie im Falle von Ex Libris geschehen. Oder aber man beginnt mit dieser Transformation freiwillig und mit zeitlich grösserem Horizont, betrachtet die digitalen Absatzkanäle als neue «grüne Wiese» für sein Unternehmen und lässt sich auf neue Verkaufskonzepte ein.

Es muss dabei nicht immer ein Entweder-oder sein. Die Valora hat vor gut zwei Monaten das neue Verkaufskonzept „Avec Box und Avec X“ vorgestellt: Klassisch stationär, fast 24 Stunden verfügbar, Personal nur noch für nicht automatisierbare Arbeiten im Laden, das Einkaufen ist digital personalisiert und bezahlt wird auch nur noch per App.

Die digitalen Champions

Online einkaufen ist beliebt – doch warum? Die Grundsätze an sich haben und werden sich auch nicht gross verändern: Lieferung nach Hause, 24 Stunden Verfügbarkeit, Zeitersparnisse usw. Aber was macht ein E-Commerce Angebot wirklich spannend? Aus letzten Studien geht hervor, dass die Onlineshops Digitec, Zalando und Amazon gemessen am Umsatz die Top Drei belegen. Es gibt bestimmte Gründe, warum exakt diese Shops in der Gunst der Konsumenten so weit vorne liegen. Sicherlich aufgrund ihres jeweils breiten Angebots, aber auch, weil das Einkaufen dort Spass macht. Gemäss Umfragen schätzt der Kunde fünf Faktoren als besonders entscheidend für ein gutes Onlineshopping-Erlebnis ein:

  • umfassende Informationen zu einem Produkt
  • Gratis-Rücksendungen
  • viele und realistische Produktbilder
  • klare Informationen rund um den Versandprozess
  • die Möglichkeit zur Sendungsverfolgung online

Die stationären Champions

Trotz der digitalen Entwicklungen bleiben auch stationäre Angebote sehr gefragt. Jedoch haben sich die Bedürfnisse der Konsumenten verändert. So geben Konsumenten an, dass spezifisch stationäre Faktoren entscheidend sind für ein positives Einkaufserlebnis. Dazu gehört eine hohe Fachkompetenz des Verkaufspersonals, ein einladendes Ambiente oder das gesamte Sortiment via Screen-Übersicht bestellen zu können. Diese Entwicklung ist besonders bei verschiedenen Banken oder der Swisscom zu beobachten. Mit ihren «Lounges» – auch «Wohnzimmer» genannt – wird dem Konsumenten in einem ansprechenden Umfeld mehr geboten.

Zusammengefasst muss der Store 4.0 sich mit solchen Schlagwörtern wie nahtlos, kundenfokussiert, erlebnisreich, interaktiv oder auch Omni-Channel-Integration auseinandersetzen. Wir sagen dazu auch:

  • “Make it easy for me“
  • “Wow me”
  • “Engage me”

Gerne begleiten wir Sie bei dieser Transformation und schaffen eine spannendes und unvergleichliches Einkaufserlebnis für Ihre Kunden. Stationär und digital.

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