Kein Wort über das Virus.

Richtig: Ostern ist ja auch noch. Hätten wir beinahe vergessen in diesen ereignisreichen Wochen der Ruhe und Entschleunigung. Wir mussten uns, kurz nach dem Umzug vom Wettsteinplatz in die neuen Büroräumlichkeiten in der St. Alban-Vorstadt, kurzfristig neu organisieren. Flexibel sein, das Beste draus machen, zwei Meter Abstand, gut so.

«Ostern» leitet sich übrigens von «Austro», dem altgermanischen Wort für Morgenröte, ab und hat mit Schoggihasen und gefärbten Eiern recht wenig zu tun. Im jüdischen und christlichen Glauben wurde der keltische Sonnenaufgang schliesslich zum Tag der Auferstehung. Und da sind wir jetzt irgendwie gelandet. Die Luft ist sauberer, wir können bedenkenlos bei Rot über die Kreuzung laufen und wir nehmen uns, weil wir sie haben, mehr Zeit. Wir telefonieren länger und fragen aufrichtig, wie es geht. Wir machen uns Gedanken, kümmern uns wieder mehr um andere, nehmen Rücksicht und lernen Home Office. Oder Stricken. Und wir warten auf den Moment, wo alles wieder vorbei und deshalb normal sein wird.

Viel haben wir darüber gelesen, dass diese einschneidende Zeit auch eine Chance ist. Natürlich kann man kann sich alles schön trinken, aber wir sind gerade dabei, etwas zu lernen. Dass wir nämlich noch lieber mit Menschen zusammenarbeiten, als wir bisher gedacht haben. Dass es noch wichtiger ist, unsere Ideen persönlich zu teilen. Und dass hinter den Aufträgen, die wir erhalten, immer Frauen und Männer stehen, die etwas Grossartiges aufbauen und die Welt erobern wollen. Wir sind auf eine unerwartete Art zusammengewachsen und haben Werte wiederentdeckt, die wir in Zukunft verteidigen werden. Zusammen mit Ihnen. Diese Erkenntnis ist unser Ostergeschenk. Nächstes Jahr wird es wieder etwas aus Schokolade geben, versprochen.

Wir freuen uns auf das New Normal und wünschen Ihnen besinnliche Festtage!

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