Verheerende Ordnung

Ein von der !NOW gefundener Augenschmaus:

Wenn eine Zwangsneurose Kunst wird und wir «die Kunst, aufzuräumen» entdecken, erhält das alltägliche Chaos eine kreative Struktur. Welch befriedigender Anblick, wenn ein Ordnungszwang ad Absurdum geführt wird.

Der Künstler Ursus Wehrli, welcher als Teil des Duos «Ursus und Nadeschkin» bekannt wurde, kreierte in Zusammenarbeit mit den Fotografen Daniel Spehr und Geri Born das Werk «Die Kunst, aufzuräumen». Darin ordnet, sortiert und räumt er gnadenlos auf.

So werden die Autos auf dem Dach eines unscheinbaren Parkhauses nach Farben sortiert und peinlich gerade nebeneinander parkiert. Nicht anders erging es dem FC Bümpliz, dessen Spieler der Grösse nach geordnet, nackt vor ihrer säuberlich platzierten Ausrüstung und Kleidung stehen.

Er zerlegt seine Motive zuerst in kleine Einzelteile und fügt sie nach einer zweckentfremdeten und meist sinnfreien Logik zusammen. Damit führt er dem Betrachter vor Augen, was fernab aller Erwartungen, Konventionen und Tellerränder entstehen kann – eine neue Ordnung.

Die folgenden Bilder sind in Buchform erhältlich unter dem Titel «die Kunst, aufzuräumen», Verlag: Kein und Aber, Zürich 2011, unter der ISBN 3-03-695297-7

Erfahren Sie mehr über den mitwirkenden Fotografen Daniel Spehr